Fleisch und Wurst von Fuchses Bauernhof

Salami-Aktion

 

Wir haben einen Berg an Salami gemacht. Ganze 200 kg!

 

Warum?

 

Wir möchten ausprobieren, ob wir auch unsere alten, treuen Tiere selbst vermarkten können. Gerade an diesen hängt unser Herz, da sie uns viele Jahre begleitet haben, wir viel mit ihnen erlebt haben und eine besondere Beziehung zu ihnen aufgebaut haben.

 

Viele unserer Kunden fragen uns, ob es uns nicht schwerfällt die Rinder, Schweine und Lämmer schlachten zu lassen, da wir sie vom ersten Tag an kennen, wenn sie noch süß und knuddelig sind. Aber wie heißt es so schön: Warum hat Gott sie auch so lecker gemacht? Fleisch zu essen, das von „glücklichen“ Tieren stammt ist uns wichtig. Und das man sich moralisch nicht vor dem letztem Schritt, dem Schlachten, drücken darf. Fällt es schwer? Nein, für uns gehört es zum Leben dazu.

 

Anders sieht es aus, wenn wir sehen, wie unsere Tiere langsam alt werden, Zähne und Gelenke zunehmend Probleme machen und das Immunsystem bei Wind und Wetter an seine Grenzen kommt.

 

Aber wohin mit ihnen, wenn sie nicht mehr mit der Gruppe mithalten können? Die Mutterkühe werden oft über 10 Jahre alt, da erlebt man eine Menge gemeinsam: gutes, schlechtes, trauriges und lustiges. Die Sauen und Schafe werden nicht ganz so alt, aber da sie mehr Zeit im Stall verbringen baut man zu ihnen schneller eine Verbindung auf. Man liegt nächtelang mit ihnen im Stall, gerade rund um die Geburt – anstrengend, aber auch sehr besonders und schön. Und da wächst Vertrauen. Auf beiden Seiten. Ohne Vertrauen wäre unsere Arbeit gar nicht möglich.

 

Und gerade diesen Tieren möchten wir einen Tod gönnen, wie sie ihn verdienen: Stressarm, ohne lange Transportwege, wertgeschätzt bis auf den Teller. Bis jetzt hatten wir immer wieder Glück: die Mutterkühe kommen erst jetzt so langsam ins Seniorenalter. Die Sauen haben wir oft mit in die Wurst machen können oder fanden Kunden die es gerade mögen, wenn die Schweine etwas älter sind. Auch bei den Schafen fanden sich immer wieder Abnehmer.

 

Aber wie gesagt, ein Teil unserer Mutterkühe hat ihre wilde Jugend hinter sich. Jetzt ab zum Händler oder zum nächsten Schlachthof? Vielleicht geht es auch anders…

 

Gerade aus den älteren Tieren lässt sich wunderbare Salami machen. Nur hat so eine Mutterkuh auch ihre Masse. Das gibt eine ganze Menge Salami! Aber es ist einen Versuch wert.

 

Unsere Nanna und unser Gecko konnten bei uns bleiben bis zum Schluss. Wenn sich genug Kunden für die Salami finden, dann könnten vielleicht auch Froni und Hanna bis zum „bitteren Ende“ bei uns bleiben.

 

Die Salami kostet 20€/kg und enthält Schweine- und Rindfleisch. Es gibt sie in den Geschmacksrichtungen "scharf" und "würzig". Salami lässt ich auch prima und ohne Geschmacksverlust einfrieren. Und so kann man vielleicht bis zur nächsten Salami-Aktion immer wieder diese ganz besonders gute Salami genießen.

 

Vom Gecko (einem wegen gesundheitlichen Problemen unkastriert gebliebenem Mastschwein, das sich nach seiner etwas holprigen Jugend aber doch ganz gut machte) haben wir außerdem auch Schinken gemacht. Eberfleisch ist Geschmackssache. Wir sind selbst gespannt wie der Schinken am Ende schmeckt. Und selbstverständlich darf vor dem Kauf probiert werden!

 

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